147 km von Antalya entfernt liegt Demre (Kale), das antike Myra, wo der heilige Nikolaus als Bischof gewirkt hat und im Jahre 342 gestorben ist.
Im 5.Jh. wurde über seinem Grab eine Basilika errichtet, die im Laufe der Jahre einige Male restauriert wurde. Heute ist das Gebäude ein Museum. Jedes Jahr im Dezember finden in Demre St. Nikolaus-Gedenkfeiern statt.
Sehr interessant sind die Felsengräber und das imposante Theater von Myra. In Dalyanagzi, 6 km südwestlich von Kale, befindet sich Myras antiker Hafen Andriake. Dalyanagzi ist bekannt für herrliche Sandstrände, kristallklares Meer und einladende Fischlokale.
Demre, einer Ortschaft die mit ihren Obst- und Citrusbäumen wundervolle Düfte ausbreitet, liegt zwischen den Toros-Bergen und dem türkisfarbenen Mittelmeer und fasziniert nicht nur Einheimische sondern bezaubert auch Touristen.
Die zahlreichen Felsengräber von "Myra" und das römische Theater mit 47 Sitzreihen sind weitere Attraktionen dieser Umgebung.
Geschichte
Myra war seit dem 6. Jh. v. Chr. eine der sechs größten Städte des Lykischen Bundes. Nach der Teilung Lykiens von Pamphylien unter Kaiser Theodosius II. (401–450 n. Chr.) wurde Myra Hauptstadt Lykiens. Artemis Eleuthera (Kybele) besaß in Myra ein Kultzentrum, das bei einem Erdbeben 141 n. Chr. zerstört wurde. Eine Inschrift des Opramoas von Rhodiapolis, der den Bau des Theaters finanzierte, kennzeichnet ihren Tempel in Myra als den größten und prunkvollsten. Dies berichtet auch eine Legende vom eigenhändigen Abriss des Heiligtums durch Bischof Nikolaus.
Myra war Bischofssitz, ab 300 amtierte Nikolaus von Myra Bischof hier.
809 fiel der Ort an arabische Truppen unter Harun al-Rashid und verlor an Bedeutung. Während der Regentschaft des Alexius I. Comnenus, (1081–1118) wurde Myra von den islamischen Seldschukenherrschern erobert. Italienische Kaufleute aus Bari nutzten die unruhige Zeit, um die Gebeine des Heiligen Nikolaus in ihre Heimat zu überführen, wo sie am 9. Mai 1087 eintrafen. Fortan wurde Bari zur Pilgerstätte des St.-Nikolaus-Kultes.
Die Stadt wurde im Lauf der Jahrhunderte unter dem Schlamm des Demre-Flusses begraben und zwischen 1965 und 1968 durch den deutschen Archäologen Jürgen Borchhardt erforscht.